Auswahl anbieten

Dem Anrufer konkrete Optionen anbieten — fest hinterlegt oder dynamisch aus Daten.

Geschrieben von Thomas Seidl

Zuletzt aktualisiert Vor etwa 1 Monat

Was der Baustein macht

Auswahl anbieten stellt dem Anrufer eine konkrete Entscheidungsfrage: „Welche Filiale?“, „Welcher Termin?“, „Welche Abteilung?“. Der Agent präsentiert die Optionen, wartet auf die Wahl und gibt sie an den weiteren Ablauf weiter.

Der Unterschied zu Informationen erfragen: Hier gibt es eine geschlossene Menge an Antworten, nicht ein frei zu erfassendes Feld.

Woher die Optionen kommen

Unter Datenquelle wählst du zwischen zwei Modi.

Fixe Auswahl

Du definierst die Optionen manuell direkt im Baustein. Jede Option besteht aus zwei Angaben:

  • ID — die interne Kennung, über die die Weiterleitung zugeordnet wird. Der Anrufer hört sie nie.
  • Anzeigename — der Text, den der Anrufer hört.

Geeignet, wenn die Auswahl feststeht und sich selten ändert — eine Liste von Standardanliegen etwa.

Variable Auswahl

Die Optionen kommen aus Daten, die bereits vorliegen: aus den Konfigurationswerten der Instanz oder aus dem Ergebnis eines vorherigen Bausteins. Über eine JSONPath-Referenz zeigst du auf die Array-Ausgabe des vorherigen Bausteins; beim Tippen bekommst du Vorschläge.

Zusätzlich legst du fest, welche Felder angezeigt werden und welches Feld als eigentlicher Wert übernommen wird. So machst du aus strukturierten Daten eine vorlesbare Liste — etwa aus freien Terminslots, die du zuvor über eine Integration geholt hast.

Wie die Optionen präsentiert werden

Im Feld KI-Präsentations-Prompt beschreibst du, wie der Agent die Optionen vorstellen soll. Voreingestellt ist eine neutrale Formulierung, die die verfügbaren Optionen präsentiert und um eine Auswahl bittet. Passe sie an, wenn der Ton anders sein soll oder wenn du dem Anrufer eine Orientierung mitgeben willst.

Wie es nach der Auswahl weitergeht

Zwei Varianten der Weiterleitung:

  • Einzelausgang — die Auswahl wird als Ergebnis gespeichert und der Ablauf läuft über einen gemeinsamen Ausgang weiter. Passend, wenn alle Optionen zum selben nächsten Schritt führen und die Wahl nur als Wert gebraucht wird.
  • Weiterleitung pro Option — jede Option bekommt einen eigenen Ausgang und führt zu einem eigenen Folgeschritt.

Im zweiten Fall ist die ID entscheidend: Über sie werden die Verbindungen zugeordnet. Änderst du eine ID nachträglich, verliert die zugehörige Verbindung ihr Ziel.

Worauf du achten solltest

  • Kurze, klar unterscheidbare Anzeigenamen. Am Telefon merkt sich niemand sieben Möglichkeiten — drei bis fünf sind eine gute Obergrenze.
  • Keine ähnlich klingenden Optionen. „Beratung“ und „Betreuung“ werden zuverlässig verwechselt.
  • Im Variable-Modus muss die zugrunde liegende Datenstruktur so aufgebaut sein, dass die gewünschten Felder eindeutig zu bestimmen sind.
  • Kommt die Liste aus einer Integration, plane den Fall ein, dass sie leer ist — etwa keine freien Termine. Ohne Alternativpfad steht das Gespräch dann still.